Ich heiße Erika Boschan und lebe in Berlin.

Geboren 1958 in Süddeutschland. Ich erinnere mich an heiße Sommertage. Unsere Mutter stellte morgens eine Zinkbadewanne auf die Wiese hinter dem Haus und füllte sie mit kaltem Wasser. Nach dem Mittagessen war das Wasser von der Sonne erwärmt und wir Kinder konnten plantschen. Als wir in die Schule kamen, weiteten wir das Badevergnügen aus. Wir radelten zur Donau, die vor unserem Dorf recht seicht war, da das meiste Wasser durch den Kanal floss. Dort 'schwammen' wir - wir konnten es nicht, aber taten so als ob - zwischen Wasserschlangen und Untiefen. Ein guter Schutzengel hat uns wohl behütet.

In Südfrankreich schenkte ich zwei Kindern das Leben und führte ein einfaches 'Leben auf dem Lande' - ohne elektrischen Strom und den damit verbundenen Komfort. Im Bach vor dem Haus spülte ich die Wäsche. Für unsere Felder setzten wir Kompost mit biologisch-dynamischen Präparaten auf. Unsere 30 Ziegen gaben uns genug Milch, so dass wir vom Verkauf des Käses leben konnten.

 

Es schwemmte uns zurück nach Deutschland, wo es uns nicht lange hielt. Weiter ging es mit einem großen Schiff Richtung Kanarische Inseln. La Palma, die grüne Insel, wurde unsere neue Heimat, hoch droben auf der Cumbre arbeiteten wir auf der Finca Niquiamo. Große Terrassen mit Salbei, Thymian, Eselsdisteln, Majoran und anderen wunderbaren Kräutern pflegten wir - immer mit dem Blick über das Meer. Und am Horizont erhob sich über den Schaumkronen der Teide von Teneriffa.

 

Es wurde Zeit, die Kinder einzuschulen. Es ging zurück nach Deutschland, wo wir in einem Bauernhaus an einem Bach im Schwarzwald die nächsten Jahre verbrachten. Wir spielten mit Wasserrädern, bauten Schiffchen und schöpften Osterwasser am Dorfbrunnen. Gleichmäßig floss mein Leben dahin. Ich wurde Gemeindehelferin in der Christengemeinschaft, Religionslehrerin, Integrationshilfe für ein Kind mit Unterstützungsbedarf im Waldorfkindergarten und arbeitete in einem Bio-Laden. Die Kinder gingen in die Waldorfschule.

 

Dann fuhr ein heftiger Wind herein, die Wellen schlugen hoch und brachten mein ganzes Leben durcheinander. Was tun ...?

Es trieb mich nach Stuttgart an die Filderklinik, wo ich mich in anthroposophischer Pflege ausbilden ließ. Im Jahr 2000 setzte ich allein mein Segel mit Ziel Berlin. Als Krankenschwester begann ich auf einer Inneren Station am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Hier wohnte ich direkt an der Havel und genoss die sandige Erde, die Graureiher im Flug und die Raubvögel, die in den Bäumen vor meinem Fenster hockten.

 

Seit 2002 arbeite ich auf der Psychosomatischen Abteilung in Havelhöhe und habe die Öldispersionsbäder als regelmäßige Anwendung für unsere Patienten eingeführt. Jeder Patient darf baden!

 

Von meinem Lehrer Thomas v. Rottenburg habe ich die Arbeit mit den ätherischen Ölen lieben gelernt.  

 

Ich bin begeisterte Großmutter von fünf Enkelmädchen.